Lang Lang Kurz hat gesagt: „Das wichtigste ist der Titel.“
Er hat damit nicht den Doktor‐ oder Ingenieurstitel gemeint, sondern den Namen eines Kabarettprogramms. Vom künstlerischen Standpunkt aus gesehen, ist das eine verwerfliche Einstellung, von einem reellen Blickwinkel aus betrachtet, hat er recht.
In Megaplexx 2 – die besten Stellungen begeben wir uns auf eine äußerst skurrile Reise. Sie beginnt am Bahnhof. Da Zugsfahrpläne am Schreibtisch gemacht werden und daher nur in der Theorie funktionieren und auf Anschlusszüge heute sowieso nicht mehr gewartet wird, ergeht es
dem Protagonisten wie vielen anderen Reisenden auch: Er muss warten. Weil er also jetzt Zeit hat und ohnehin in der Angst lebt, dass ihm die Gedanken ausgehen, macht er sich ständig neue. Wenn man sich aber andauernd Neues zulegt, wird irgendwann der Lagerraum
platzen, also muss man etwas hergeben. Oder zumindest teilen. Ein Kompromiss mit dem er leben kann. Und so teilt er sich mit. Bis der Zug kommt.
Wo der Zug ankommt und Show down stattfindet und was sich dabei ereignet, wird hier nicht verraten. Nur soviel: Wer sich in diesem Programm vom Werner Brix ein Best‐of des Kamasutras erwartet, hat nur den Titel gelesen und in Schublade eins gelegt.
In Megaplexx2 – die besten Stellungen geht es um Menschen und Macht und ihre witzigsten Auswüchse.
Öffnungszeiten
Mo. - Fr.(außer Feiertage) 12 - 14 Uhr, täglich 18 - 1 Uhr, Sonntag Ruhetag
Abendkasse: 19 Uhr
Vorstellungsbeginn: 20 Uhr
Das alte ScharfrichterHaus, Prisilig-Gericht, ist von 1200 bis 1400 Stadtgerichtsgefängnis. Seit 1331 dient es gar als Wohnung des Nachrichters – des Scharfrichters, der Urteils-Vollstrecker zu Passau ist.
Der früher so düstere Bau, in dessen Kerker-Gemäuern und Wachstuben Sie jetzt unter anderem sitzen, dient ab 1861 der Donaudampfschifffahrtsgesellschaft als Agentur und bietet danach über Generationen hinweg der Werkstätte des Bindermeisters Josef Pärtl Raum.
Was in den Großstädten und Universitätsstädten seit den 1920er-Jahren als selbstverständlich und wegeweisend gilt, nämlich Kunst im beschränkten Rahmen aber im besonderen Milieu eines Kellerlokals beziehungsweise eines Cafés zu bieten, ist im ScharfrichterHaus zu Passau seit 1977 Wirklichkeit.
Café und Restaurant entsprechen dem Stil der Jahrhundertwende und werden mit Mobiliar aus dieser Zeit eingerichtet, gilt es doch die alten gotischen Kellergewölbe nicht widersprechend zu gestalten. So entsteht einer Wiener Kaffeehaus-Atmosphäre mit dem leicht morbiden Ambiente alter Gefängnismauern. Wo in vergangenen Jahrhunderten die Henkersmahlzeit eingenommen wird, bietet das ScharfrichterHaus heute einen außerordentlich spannenden Rahmen für „Panem et Circensis“:
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